Anleitung zum perfekten Stachelgastgeber

15. September 2020
So machen Sie aus Ihrem Garten eine Igelpension
Um die Igel vor zunehmenden Gefahren in der heutigen Welt zu beschützen, gibt es einige kinderleichte Tipps und Tricks, die auch Sie ganz einfach anwenden können.

1. Schnell zum igelfreundlichen Garten

Um ihren Garten igelfreundlich zu gestalten, brauchen Sie kaum Hilfsmittel: Am liebsten mögen es die kleinen Stacheltierchen nämlich ganz natürlich. Zwischen Laub, Hecken und Pflanzen fühlen sie sich pudelwohl. Was können Sie also tun?
Lassen Sie den Rasenmäher stehen! In höherem Gras fühlen sich Igel nämlich sicherer und werden von Fressfeinden auch nicht so einfach entdeckt. Auf Rasenmähroboter sollten Sie ganz verzichten, da diese sogar lebensbedrohlich für die kleinen Tiere sein können. Wenn es doch sein muss, achten Sie darauf, dass diese nur tagsüber fahren, da Igel nachtaktiv sind!
Außerdem sorgen Sie am besten zunächst dafür, dass ihr Garten so barrierefrei wie möglich bleibt. Große Hecken und Lattenzäune eignen sich besser als Drahtzäune, in denen sich die Tiere schnell verfangen können und ohne Hilfe leider oft nicht mehr herauskommen. 

2. Mit wenig Aufwand Winterquartier einrichten

Wer im Winter noch Platz für einen kleinen stacheligen Gast hat, kann dem Igel helfen sein Quartier einzurichten.
Dafür eignen sich Holzstapel oder Laub- und Steinhäufchen in einer abgelegenen Gartenecke, am besten abseits der Straße und vor Fressfeinden oder Haustieren versteckt. Wer mag, kann sogar zusätzlich ein Igelhäuschen im Fachhandel oder Baumarkt kaufen. Achten Sie darauf, dass Sie das Haus an einer trockenen Stelle abstellen und mit Zweigen und Laub bedecken.
Wenn Sie also demnächst einen kleinen Mitbewohner entdecken, haben Sie wohl schon alles richtig gemacht!

3. Deluxe Menü für den Stachelgast

Auch bei der Nahrungssuche können wir die Kleinen unterstützen, denn vor allem durch die anhaltende Trockenheit ist die Nahrung des Igels knapp. Ungünstig sind allerdings Speisereste, Obst und Gemüse.
Kredenzen Sie doch stattdessen Welzhofer Igelfutter. Es versorgt die kleinen Stachelschnäuzchen nicht nur mit ausreichend Mineralien, Ölen und Fetten, sondern enthält zusätzlich auch Insekten, Trockenfleisch, Weich- und Krebstiere. Zu Trinken reicht übrigens Wasser.

Also noch einmal zusammengefasst:

  • Laub im Herbst liegen lassen oder zu einem Haufen ansammeln
  • Keine Laub oder Reisighaufen abbrennen - viele Igel nutzen diese als Versteck
  • Vorsichtig Laub- und Komposthaufen umsetzen oder abtragen
  • Rasen so wenig wie möglich mähen 
  • Roboter nur beaufsichtigt oder tagsüber mähen lassen
  • Barrierefreiheit schaffen
  • Häuschen im Trockenen aufstellen
  • Futter und Wasser bereitstellen (keine Milch!)
  • Schächte zu Kellerfenstern sichern und Teiche abdecken, damit Igel nicht reinfallen
  • Kein Schneckenkorn im Garten verwenden: Da Igel Schnecken fressen, können sie sich damit vergiften
  • Igel in Ruhe lassen

Viele weitere Tipps finden Sie auch unter www.igel-in-bayern.de.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Freude mit Ihren Stachelschnäuzchen!