Rotkehlchen | Vogel des Jahres 2022

Deutschland wählt den Vogel des Jahres 2022

Das Rotkehlchen sucht einen würdigen Nachfolger!
12. November 2021

Der Naturschutzbund Deutschland und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern küren schon seit 1970 jedes Jahr gemeinsam den Vogel des Jahres. Das Ziel dieser Kampagne ist es, Aufmerksamkeit zu schaffen für bedrohte Vogelarten, die auf der sogenannten "roten Liste der gefährdeten Arten" stehen. Gefährdet sind die Piepmätze deshalb, weil ihr natürlicher Lebensraum durch den Menschen bedroht wird. 

Aufgestellt zur Wahl sind in diesem Jahr der Bluthänfling, die Mehlschwalbe, der Steinschmätzer, der Wiedehopf und auch der Feldsperling. Abstimmen können Sie direkt auf der Aktionsseite des NABU

Feldsperling | Vogel des Jahres 2022

Der Feldsperling 

Gärten, Streuobstwiesen und Weiden sind das Zuhause des Feldsperlings. Doch leider werden solche idyllischen Orte immer seltener und der Feldsperling verliert somit die Bäume und Sträucher, in denen er sich am wohlsten fühlt. Da er sich hauptsächlich von Samen und auch von Insekten ernährt, verschwinden durch die chemische Schädlingsbekämpfung im Obstanbau auch seine natürlichen Nahrungsquellen. Der Natur mehr Raum zu geben, ist eine wertvolle Maßnahme, zu der auch Sie beitragen können, um die natürlichen Lebensräume des Feldsperlings zu bewahren und somit sein Überleben zu retten. 

 

Steinschmätzer | Vogel des Jahres 2022

Der Steinschmätzer

Dieser Piepmatz hält sich bevorzugt in Bodennähe auf - an der Küste oder in der Sandheide sucht er sich gemütliche Nischen und Plätzchen zum Brüten. Vor allem auf dem Land ist es für den Steinschmätzer mittlerweile sehr schwierig geworden, einen geeigneten Unterschlupf zu finden. Seit 1980 ist die Zahl an Brutpaaren von 23.000 auf knapp 3.000 geschrumpft und der Steinschmätzer ist heute vom Aussterben bedroht. Mit Ihrer Stimme für den Steinschmätzer können Sie sich aktiv dafür einsetzen, seinen natürlichen Lebensraum, beispielsweise in einem Naturschutzgebiet, zu erhalten und sorgen dafür, dass diese Vogelart nicht ausstirbt. 

 

Wiedehopf | Vogel des Jahres 2022

Der Wiedehopf

Die unverwechselbare Federhaube und der dünne, schmale Schnabel machen den Wiedehopf zu einem echten Hingucker im Vogelreich. Sein Schnabel eignet sich hervorragend, um köstliche Insekten aus dem Boden zu picken. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft und den Einsatz von Pestiziden wird der Piepmatz allerdings seiner natürlichen Nahrungsquelle beraubt und findet kaum mehr etwas zu Fressen. Dies geht sogar so weit, dass der Wiedehopf mit nur noch knapp 900 Brutpaaren vom Aussterben bedroht ist. Die Wiederherstellung seiner natürlichen Lebensräume und die Bewahrung seiner Nistplätze in Baumhöhlen oder auch in Steinhäufen kann das Überleben des Wiedehopfs sichern. 

Die Mehlschwalbe

Anders als die anderen Vögelchen dieser Liste lebt die Mehlschwalbe gern in der Stadt. Ihre Nester baut sie gern an die Außenseite von Gebäuden, direkt unter dem Dachgiebel, oder auch an Brücken. Leider kann sie ihre Nist- und Brutstätten aber nicht an Fassaden aus Beton, Glas oder Stahl bauen - und so verliert sie ihre Möglichkeit zum Nestbau. Auch die Futtersuche gestaltet sich für den Piepmatz zunehmend schwieriger: Als Insektenfresser verliert die Mehlschwalbe durch das vom Menschen herbeigeführte Insektensterben ihre Nahrungsgrundlage. Unterstützen können Sie die Mehlschwalbe beispielsweise durch das Anbringen von Nisthilfen oder auch Kunstnestern. 

 

Bluthänfling | Vogel des Jahres 2022

Der Bluthänfling

Den Bluthänfling erkennen Sie an den leuchtend roten Flecken an seiner Brust. Obwohl der Name etwas furchteinflößend klingt, ist der kleine Piepmatz ein freundlicher und geselliger Vogel, der gern in großen Schwärmen lebt. Seine Leibspeise sind Wildkräutersamen und manchmal auch Unkraut - doch immer häufiger muss der Bluthänfling Hunger leiden. Denn durch die Intensivierung der Landwirtschaft werden wilde Wiesen immer seltener, und die Piepmätze finden nichts mehr zu Futtern. Abwechslungsreiche Landschaften mit Heiden und wilden Wiesen, vielen Bäumen und Hecken bilden die perfekten Nist- und Brutmöglichkeiten für den Bluthänfling - helfen Sie mit, seinen natürlichen Lebensraum zu retten!