Das Nest sagt mehr als tausend Worte
03.05.2019
Sobald das Männchen den geeigneten Nistplatz ausgesucht hat, muss nun das passende Material angeschafft werden. Und da können Meinungen auseinander gehen. Zu mindestens zwischen den Vogelarten.

Um seine Brut großzuziehen gibt es unterschiedliche Nestbauarten. Die häufigste Form ist die Napfform, die unten zu und oben offen ist. Eine Amsel baut circa zwei bis fünf Tage an diesem Nesttyp. Andere Vogelarten wie Meisen oder Stare nehmen gerne Höhlen oder auch Nistkästen als Brutplatz. Der Zaunkönig zum Beispiel bevorzugt ein geschlossenes Nest mit seitlichen Eingängen.
Einige andere Arten kommen allerdings auch ohne Nest zurecht. Kiebitze legen ihre Eier direkt auf den Boden von freien Flächen und da die Eier von Flussregenpfeifern Kieselsteinen ähneln, fallen diese in Kiesmulden gar nicht auf.

Ob ein Nest nun eher ordentlich oder eher unordentlich gebaut ist oder aus welchem Material es besteht gibt uns viel Auskunft über die brütende Vogelart. Moos und Federn werden unter anderen gerne von Zaunkönigen oder Meisen verwendet. Singdrosseln und Amseln benutzen gerne Lehm um ihre Bauten stabiler zu gestalten. Um die Nester schön auszupolstern benutzen Stieglitze weiche Pflanzenwolle.

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Dürfen wir vorstellen? Stefan Böhm, Vogelexperte!

Die ganze Welzhofer-Familie freut sich über die Zusammenarbeit mit dem Diplom-Biologen, Artenschützer und Vogelfreund. Als 5-jähriger hat Stefan eine junge, verletzte Wacholderdrossel gefunden und gesund gepflegt. Seitdem schlägt sein Herz für die heimischen Vögel. Neben seiner Tätigkeit als Sachbuchautor und Herausgeber der Naturschutzzeitschrift „Spektiv“ ist er vor allem im Artenschutz aktiv.
Stefan Böhm ist der Welzhofer-Experte rund um Wildvögel, Artenvielfalt und Artenschutz.
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