Der Nestbau
01.03.2020
Der Frühling erfüllt den März mit einem Comeback in der Tier- und Pflanzenwelt. Die ersten Frühblüher wie Krokusse sind zu sehen und Langstreckenzieher wie Zilpzalp und Störche kommen zurück.  
Außerdem beginnen die Singvögel mit dem Nisten. Auch die Spechte sind fleißig am Trommeln. Amseln, Haussperlinge und Meisen bereiten sich auf die Brut vor. Hierbei sucht das Männchen den Nistplatz aus, an dem dann das Pärchen gemeinsam das Nest baut. Nach und nach werden passende Materialien gesammelt. Und beim Nistmaterial können Meinungen auseinander gehen, zu mindestens zwischen den Vogelarten.
Zum Nestbau werden gerne auch Tierhaare zum Polstern verwendet. Gefährlich sind allerdings Menschen- sowie auch Pferdehaar. Diese sind zu lang und reißfest, was dazu führen kann, dass Vögel sich strangulieren.

Um seine Brut großzuziehen gibt es unterschiedliche Nestbauarten. Die häufigste Form ist die Napfform, die unten zu und oben offen ist. Eine Amsel baut circa zwei bis fünf Tage an diesem Nesttyp. Andere Vogelarten wie Meisen oder Stare nehmen gerne Höhlen oder auch Nistkästen als Brutplatz. Der Zaunkönig zum Beispiel bevorzugt ein geschlossenes Nest mit seitlichen Eingängen.

Einige andere Arten kommen allerdings auch ohne Nest zurecht. Kiebitze legen ihre Eier direkt auf den Boden von freien Flächen und da die Eier von Flussregenpfeifern Kieselsteinen ähneln, fallen diese in Kiesmulden gar nicht auf.

Ob ein Nest nun eher ordentlich oder eher unordentlich gebaut ist oder aus welchem Material es besteht gibt uns viel Auskunft über die brütende Vogelart. Moos und Federn werden unter anderen gerne von Zaunkönigen oder Meisen verwendet. Singdrosseln und Amseln benutzen gerne Lehm um ihre Bauten stabiler zu gestalten. Um die Nester schön auszupolstern benutzen Stieglitze weiche Pflanzenwolle.

Wie kann man die gefiederten Freunde nun unterstützen?

Wichtig ist, dass die Vögel genügend Nistmöglichkeiten finden. Heißt: Nistkästen aufhängen und Gehölze für Nistplätze zur Verfügung stellen.

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Frag den Böhm

Dürfen wir vorstellen? Stefan Böhm, Vogelexperte!

Die ganze Welzhofer-Familie freut sich über die Zusammenarbeit mit dem Diplom-Biologen, Artenschützer und Vogelfreund. Als 5-jähriger hat Stefan eine junge, verletzte Wacholderdrossel gefunden und gesund gepflegt. Seitdem schlägt sein Herz für die heimischen Vögel. Neben seiner Tätigkeit als Sachbuchautor und Herausgeber der Naturschutzzeitschrift „Spektiv“ ist er vor allem im Artenschutz aktiv.
Stefan Böhm ist der Welzhofer-Experte rund um Wildvögel, Artenvielfalt und Artenschutz.
Teilen Sie mit WELZHOFER Ihre Freude an Wildvögeln, Igeln und Eichhörnchen. Erzählen Sie uns von Ihren Beobachtungen und Erlebnissen. Stellen Sie Stefan Böhm Ihre Fragen.
Vogelexperte Böhm