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Bergfink

Berfink
Berfink
Fringilla montifringilla
Mai - August
1
15 - 16 cm
25 - 26 cm
ca. 23 g
Kopf grau-schwarz
schwarzer Schnabel
Dieser Vogel frisst gerne:


Merkmale:
Der Bergfink ist ein etwa sperlingsgroßer Singvogel und erinnert hinsichtlich seiner Gestalt an einen Buchfinken. Der Bergfink ist in Deutschland ein Wintergast, welcher mitunter in großen Trupps von mehreren Tausend Individuen auftreten kann. Im Winter sind die Männchen am Kopf, am Nacken und an der vorderen Rückenpartie grau-bräunlich gefärbt. Zur Brutzeit im Sommer sind diese Gefiederbereiche schwarz. Stark kontrastierend wirkt die Orangefärbung an der Brust und an der Schulter (Schulterfleck). Einzelne Schwanzfedern, auch die Unterschwanzdecken sowie Bauchpartien sind weiß gefärbt. Das Weibchen des Bergfinken ist kontrastärmer gezeichnet. Der Kopf wirkt bräunlich – ebenso der Rücken. An Kopf und Oberseite findet sich zudem eine dunkle Strichelung. Das Orange an Brust und Schulter ist deutlich matter ausgeprägt als beim Männchen.

 

Verwandtschaft:
Der Bergfink ist ein Singvogel und wird systematisch in der Familie der Finkenvögel (Fringillidae) geführt. Die nächsten Verwandten sind in unseren Breiten der Buchfink (ebenfalls Gattung Fringilla) sowie dann auch die Vertreter der Gattung Carduelis, wie der Grünfink, der Stieglitz, der Erlenzeisig etc. Im Gegensatz zu den verwandten Arten ist der Bergfink quasi der nordeuropäische Fink, auch "Nordfink" genannt, und tritt bei uns in der Regel nur als Wintergast auf.

 

Verbreitung und Bestand:
Typischer Lebensraum des Bergfinken sind die Birkenwälder Skandinaviens. Dort ist er einer der häufigsten Singvögel überhaupt. Sein Verbreitungsgebiet reicht im Süden bis an die Südküste Schwedens und er "löst" damit das Verbreitungsgebiet des Buchfinken ab.

 

Zugverhalten:
Der Bergfink ist ein Zugvogel, welchen den harten Witterungsbedingungen im Brutgebiet ausweicht. Abhängig vom Klima in Mitteleuropa ziehen die Bergfinken in zwischen den Jahren variierender Zahl gen Süden. Oftmals können wahre Massen auch in Süddeutschland nachgewiesen werden. Rekordzahlen gehen in die Hunderttausende und gar in die Millionen Individuen, welche zum Teil gemeinsame Rastplätze aufsuchen. Sie halten sich dabei präferiert in buchendominierten Waldbereichen auf. In kleineren Trupps können Bergfinken dann auch an Futterhäusern beobachtet werden.

 

Lebensraum:
Wie bereits oben erwähnt bevorzugen Bergfinken im Brutgebiet in Skandinavien ausgedehnte Birkenwälder. Als Wintergast nutzen sie bei uns Buchenwälder sowie Mischwaldbestände und auch Gärten sowie Parks.

 

Ernährung:
Der Bergfink ernährt sich saisonal unterschiedlich. Sämereien spielen ganzjährig eine ausgesprochen bedeutende Rolle. Neben Samen verschiedenster Pflanzen werden jedoch auch Spinnen, Insekten, Würmer und zur Zugzeit auch Beeren gerne aufgenommen. In der Regel suchen Bergfinken am Boden nach Nahrung, können jedoch auch in der Baumkrone Raupen von Blättern picken.

 

Fortpflanzung:
Die Fortpflanzungszeit des Bergfinken erstreckt sich etwa von Mai bis Juni. Es findet im Normalfall nur eine Jahresbrut statt. Das Nest besteht aus Flechten, Grashalmen, Moos und Blättern und wird zumeist in Birken, jedoch auch in Buchen und Erlen angebracht. Das Weibchen legt 5-7 Eier und bebrütet das Gelege etwa 14 Tage lang. Die Jungvögel verlassen im Alter von etwa 2 Wochen ihre Kinderstube und werden noch 1-2 Wochen von den Altvögeln außerhalb des Nestes versorgt bis sie schließlich selbstständig werden.

 

Bergfinken am Futterplatz:
Der Bergfink überwintert zwar teilweise in großer Anzahl in Mitteleuropa, die meisten Individuen ziehen jedoch bis in den Mittelmeerraum, so dass bei uns an den Futterstellen eher zu den Wanderungszeiten Durchzügler zu beobachten sind. Zweifelsohne verharren aber auch zahlreiche Individuen in Mitteleuropa und nutzen dann in kleineren Trupps auch sehr gerne Futterstellen in Gärten und Parks. Am Futterplatz verhält sich der Bergfink weniger schüchtern als der Buchfink und sucht seine Nahrung nicht nur auf dem Boden sondern auch sehr gerne im Futterhaus bzw. auf dem Futterbrett gemeinsam mit Grünfinken. Er bevorzugt deutlich angebotene Sonnenblumenkerne gegenüber anderen Futtertypen.