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Feldsperling "Feldspatz"

Feldsperling
Feldsperling
Passer montanus
April-August
2 - 3
14 cm
20 - 22 cm
ca. 22 g


Merkmale:

Der Feldsperling wirkt im Vergleich zum Haussperling deutlich zierlicher. Dies ist u.a. auf den kleineren Kopf und den etwas schmächtigeren Schnabel zurückzuführen.

Männliche und weibliche Feldsperlinge lassen sich visuell nicht unterscheiden. Die Altvögel weisen eine recht hübsche Kopfzeichnung auf. Charakteristisch ist die braune Kopfkappe, welche sich über den gesamten Scheitel zieht. Sehr auffällig und ein sehr gutes Unterscheidungsmerkmal zum Haussperling ist der große schwarze, fast runde Wangenfleck, welcher dem Hausspatz gänzlich fehlt. Dafür fehlt dem Feldspatz wiederum der schwarze Brustlatz des Haussperlings. Rücken und Flügel sind ähnlich wie beim Haussperling gefärbt und weisen kontrastreiche Musterungen auf.

Jungvögel ähneln den adulten Individuen, sind insgesamt etwas blasser gefärbt.

 

Verwandtschaft:
Der Feldsperling ist Vertreter der Familie der Sperlingsvögel (Passeridae) und ist von den beiden Sperlingsarten, welche in unserer Region vorkommen, die etwas unbekanntere. Oftmals wird von der Bevölkerung zwischen beiden Arten gar nicht unterschieden. Der nächste Verwandte des Feldsperlings ist der Haussperling, der auf Grund seiner „frechen“ Lebensweise besser bekannt ist.

 

Verbreitung und Bestand:

Der Feldsperling kommt nahezu über ganz Europa und Asien bis zum Pazifik vor. Verbreitungsschwerpunkt ist Mitteleuropa. Der Feldsperling ist auch in zahlreichen anderen Ländern bzw. Kontinenten eingebürgert worden und kommt heute auch in Nordamerika und Australien sowie Afrika vor.

 

Zugverhalten:

Feldsperlinge sind Standvögel. Sie ziehen außerhalb der Fortpflanzungsperiode jedoch in größeren Trupps umher, teilweise auch vergesellschaftet mit Haussperlingen, Finkenarten oder der Goldammer.

 

Lebensraum:
Der Feldsperling besiedelt locker bewaldete Regionen, Waldränder, Streuobstwiesen, Hecke und Baumreihen gleichermaßen wie Siedlungsbereiche. Die Erschließung von Siedlungsbereichen lässt sich seit 20-30 Jahren beobachten. Ggf. spielt auch das Vorhandensein von Nistkästen innerörtlich eine große Rolle. So haben sich ganze Populationen entwickelt, welche Kohlmeisenkästen als Brutplätze nutzen.

 

Ernährung:
Der Feldsperling ernährt sich v.a. von Samen von Getreide und Kräutern. Dabei wird die Nahrung meist auf dem Boden aufgenommen. Zur Brutzeit werden jedoch intensiv Insekten und Spinnentiere erbeutet.

 

Fortpflanzung:
Feldsperlinge beginnen etwa Mitte bis Ende April mit dem Brutgeschäft und absolvieren 2-3 Jahresbruten. Die Brutzeit erstreckt sich bis Juli, manchmal auch bis in den August hinein. Feldsperlinge sind Höhlenbrüter. Sie nutzen Baumhöhlen gleichermaßen wie Nistkästen (meist Kohlmeisenkästen), Schwalbennester oder auch Nischen an Gebäuden oder im Viehstall. Auch Freinester werden erbaut. Das Gelege besteht aus 4-6 Eiern, welche etwa 11-14 Tage bebrütet werden. Jungvögel werden etwa 15-17 Tage lang im Nest gefüttert und auch nach dem Ausfliegen noch etwa eine gute Woche außerhalb betreut.

 

Der Feldsperling am Futterplatz:

Der Feldsperling ist äußerst geschickt und gelenkig. Er schafft es am Futterplatz mühelos Meisenknödel und Vogelschmäuse zu nutzen. Teilweise hängt er auch in Meisenmanier kopfunter am Knödel. Nahrung wird aber auch auf dem Boden in Silos oder im Futterhaus aufgenommen. Sonnenblumenkerne, Erdnüsse, Rosinen und auch Weich- bzw. Fettfutter nimmt er gerne auf.