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Tannenmeise

Tannenmeise
Tannenmeise
Periparus ater
März - August
1 - 2
10,5 - 11 cm
17 - 21 cm
ca. 8 - 10 g
Dieser Vogel frisst gerne:


Merkmale:
Die Tannenmeise ähnelt auf dem ersten Blick der Kohlmeise. Sie ist jedoch deutlich kleiner, weist kein Gelb an der Unterseite auf und trägt einen auffallenden, hellen Streifen an Nacken und Hinterkopf. Scheitel und Kinnlatz sind schwarz gefärbt. Unterseits ist die Tannenmeise weißlich bis leicht gelblich getönt, die Flanken erscheinen eher rahmfarben. Die Flügeldecken und der Rücken sind grau bis leicht bläulich. Bei genauerer Betrachtung fallen zwei feine, weiße Flügelbinden auf.

 

Verwandtschaft:
Die Tannenmeise zählt zur Familie der Meisen (Paridae) und ist dort Vertreterin der Gattung Periparus (ehemals auch der Gattung Parus zugeordnet). Hinsichtlich ihrer Größe zählt sie in unseren Breiten auch zu den "Kleinmeisen" – wie auch die Verwandten Sumpf-, Weiden-, Hauben- und Blaumeise, welche jedoch verschiedenen Gattungen zugehörig sind.

 

Verbreitung und Bestand:
Die Tannenmeise ist eine häufige Meisenart der Wälder. Sie brütet in der borealen Zone sowie in Gebirgsregionen, teils auch im etwas höher gelegenen Bereich der mediterranen Zone.

 

Zugverhalten:
Tannenmeisen sind größtenteils Standvögel und verbringen die Wintermonate oft im Brutgebiet. Regelmäßig sind sie dann auch in kleinen Trupps, teils vergesellschaftet mit anderen Arten unterwegs. Hierbei führen sie auch kleinere Wanderbewegungen durch und erscheinen im Winterhalbjahr regelmäßig außerhalb geschlossener Wälder auch inmitten von Siedlungen.

 

Lebensraum:
In Nadel- und Nadelmischwäldern ist die Tannenmeise zuhause. Als Höhlenbrüter ist sie auf das Angebot natürlicher Baumhöhlen angewiesen. Aufgrund des diesbezüglichen Notstandes an Räumlichkeiten werden oftmals kleinste Ritzen im Stamm, Rindentaschen oder auch Spalten im Stammfuß als Brutstätten angenommen.

 

Ernährung:
Die Tannenmeise ist eine insektivore Singvogelart. Sie ernährt sich von verschiedensten Kleininsekten. Insbesondere im Winterhalbjahr spielen auch Sämereien eine wichtige Rolle.

 

Fortpflanzung:
Das Nest der Tannenmeise besteht, wie die meisten anderen Meisennester, vornehmlich aus Moos, Tierhaaren, kleinen Wurzeln und Wollfäden. Es wird von beiden Partnern erbaut. Etwa Anfang bis Mitte April entsteht das Gelege, welches etwa zwei Wochen bebrütet wird. Durchschnittlich legt das Tannenmeisen-Weibchen 8-9 Eier. Nach knappen drei Wochen verlassen die Jungvögel das Nest und werden anschließend noch von den Eltern außerhalb der Bruthöhle versorgt, bis sie selbstständig sind.

 

Kohlmeisen am Futterplatz:
Tannenmeisen besuchen Futterstellen in der Regel lediglich im Winterhalbjahr, da sie zur Brutzeit vermehrt in Nadelwäldern zuhause sind. Hat eine Tannenmeise jedoch einmal eine Futterstelle entdeckt, so kann es gut sein, dass sich die gleichen Individuen über Wochen hinweg dort aufhalten. Das charakteristische Verhalten vieler Kleinmeisen zeigt auch die Tannenmeise: sie holt sich einen Sonnenblumenkern und verdrückt sich ins naheliegende Unterholz um ihn dort zu öffnen und zu verspeisen. Nicht nur Sonnenblumenkerne werden von ihr angenommen – auch die unterschiedlichsten Vogelschmäuse stehen auf der Speisekarte im winterlichen Gourmet-Restaurant.