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Zaunkönig

Troglodytes troglodytes
April - August
2
9,5 cm
13 - 17 cm
ca. 8 - 10 g
Dieser Vogel frisst gerne:
Aufbau Futter, Fett Futter,


Merkmale:
Der Zaunkönig ist einer unserer gefiederten Zwerge. Mit etwa 9,5cm Körperlänge ist er nur unwesentlich größer als die kleinsten Vögel Europas, Sommer- und Wintergoldhähnchen. Charakteristisch ist der hochgestellte Schwanz. Dies hat zur Folge, dass der Zwerg eigentlich noch kleiner wirkt und eher an einen umherflitzenden, braunen Golfball erinnert. Das Gefieder ist allgemein braun gefärbt. Über dem Auge ist ein cremefarbener Überaugenstreif zu erkennen. Bei genauerer Beobachtungsmöglichkeit zeigt der Zaunkönig am Schwanz, den Flügeln und auch an den Flanken feine schwarze Wellenlinien.



Verwandtschaft:
Der Zaunkönig zählt zu den Singvögeln. Er ist bei uns der einzige Vertreter der Familie der Zaunkönige (Troglodytidae).



Verbreitung:
Der Zaunkönig ist ein klassischer Europäer, kommt aber auch in Nordafrika, Zentralasien, Ostasien und Nordamerika vor. Er ist ein ausgesprochen häufiger Brutvogel. In Europa leben schätzungsweise 20-50 Millionen Brutpaare.



Zugverhalten:
Je nach Verbreitungsgebiet kann der Zaunkönig als Standvogel, Teilzieher oder Zugvogel vorkommen. In Mittel- und Südeuropa gehen wir von einer Teilzieherpopulation aus, bei denen nicht die gesamte Population in Richtung Mittelmeergebiet zieht, sondern auch ein nicht unerheblicher Anteil im Brutgebiet verbleibt. Nordische Populationen sind Zugvögel, während Paare in Nordafrika und Nordamerika als Standvögel auftreten.



Lebensraum:
Der Zaunkönig mag es unordentlich. Er lebt in Hecken, Büschen, auf Sukzessionsflächen und im Dickicht von Gärten, Parks und Wäldern aller Art. Die höchsten Brutpaardichten können in Auwäldern, beispielsweise an Donau und Iller nachgewiesen werden. Entscheidend für die Akzeptanz eines Lebensraumes ist eine dichte Kraut- und Strauchschicht, Reisighaufen, Totholz etc.



Ernährung:
Die Nahrung des Zaunkönigs besteht in erster Linie aus tierischer Beute. Verschiedenste Insekten, gerne Asseln, Ameisen, Wanzen, Netzflüger, aber auch Spinnen, Kaulquappen und Weichtiere stehen auf dem Speiseplan. Manchmal werden auch Beeren und kleine Samen aufgenommen.



Fortpflanzung:
Der Nistplatz wird vom Männchen auserwählt. Er befindet sich oftmals an Wurzeltellern umgestürzter Bäume, in Reisighaufen, an Böschungen, in Kletterpflanzen wie Efeu, aber regelmäßig auch in Nischen von Gartenlauben etc. Das Nest ist kugelförmig mit einem seitlichen Eingang und besteht aus Moos, Blättern und kleinen Ästchen und Wurzeln. Das Gelege besteht aus 5-8 Eiern, welche ausschließlich vom Weibchen etwa 14-18 Tage lang bebrütet werden. Das Weibchen versorgt sich in dieser Zeit auch alleine, da das Männchen wohl seine ganze Energie in den weit hörbaren ("Zwergen-")Gesang stecken und das Revier verteidigen muss. Die Jungvögel sind mit etwa 15-17 Tage flügge und werden dann im Anschluss noch von den Eltern außerhalb des Nestes betreut.



Zaunkönige am Futterplatz:
Schon allein auf Grund ihrer Präferenz für tierische Nahrung sind Zaunkönige seltene Gäste an Futterstellen. Sie nutzen dann aber gerne angebotenes Fettfutter. Werden mit Insekten angereicherte Mischungen angeboten, werden diese bevorzugt – beispielsweise das Welzhofer Aufbaufutter. An der Futterstelle verhalten sich Zaunkönige eher zurückhaltend und kommen immer nur kurz vorbei um sich etwas quasi am Vorbeiflug mitzunehmen. Danach verschwinden sie wieder im Unterholz.