Warum brauchen Wildvögel ganzjährig unsere Unterstützung?

Sommer

Im Sommer sind die meisten Jungvögel bereits ausgeflogen und erkunden das elterliche Revier.
Sie haben mächtig Hunger und suchen in Gärten und außerhalb der Ortschaften nach Nahrung.
Durch Zufütterung können wir auch diesen „Teenagern“ helfen, wenn im Garten zu wenig Nahrung zur Verfügung steht.

Frühling

Im Frühjahr kehren die Zugvögel zurück. Jetzt benötigen die Vögel viel Kraft und Energie für den Nestbau und die Brutvorbereitung.
Zufütterung ist wichtig, da natürliches Futter noch nicht ausreichend zu finden ist.

Herbst

Im Herbst müssen sich die Zugvögel für ihre Reise, und die beheimateten Vögel für den Winter stärken. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt,
um die Winterfutterstelle einzurichten. Sie sollte danach nicht mehr umgestellt werden.

Winter

In der kalten Jahreszeit sind die Wildvögel auf eine Zufütterung angewiesen. Schnee und Frost machen die Suche nach natürlichem Futter
schwer. Bitte achten Sie darauf, dass stets ausreichend Futter da ist, denn die gefiederten Gäste verlassen sich auf Sie.

Bitte vergessen Sie nicht Vogeltränken aufzustellen und Nistkästen aufzuhängen!

 

Ganzjährige Wildvogelfütterung – heute wichtiger denn je!

Wir alle haben von unseren Eltern und Großeltern gelernt, es sei ausreichend, Wildvögel nur während der strengen Winterzeit zu füttern, da sie durch die Schneedecke nicht genügend Futter finden. Durch die veränderten Umweltbedingungen ist dieses Wissen heute allerdings veraltet, was die stetige Abnahme der Wildvogelbestände deutlich belegt.

Führende Ornithologen schlagen Alarm

Zunehmende Bebauung und Versiegelung ehemals ökologisch wirksamer Flächen, einseitige Bepflanzung sowie der Anbau von Monokulturen haben den Lebensraum und das Nahrungsangebot für unsere heimischen Vogelarten landauf, landab massiv eingeschränkt. Der Bestand an vogelwichtigen Futterpflanzen ist drastisch reduziert, infolge dessen auch der an Futterinsekten (ca. minus 30 Prozent). Namhafte Ornithologen, wie Prof. Dr. rer. Nat. Peter Berthold, ehemaliger Direktor der Vogelwarte Radolfzell, dem Max-Planck-Institut für Ornithologie, raten zur bewusst vogelfreundlichen Gartengestaltung sowie zur ganzjährigen Zufütterung.  Wenn wir die Vielfalt unserer heimischen Vogelarten erhalten wollen, müssen wir helfend einschreiten, denn sonst werden langfristig nur die anpassungsfähigsten diesen Wandel überleben.

Angemessene Zufütterung, ein wesentlicher Beitrag zum Vogelschutz

Langjährige wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Vögel trotz Zufütterung aus Menschenhand ihr natürliches Jagdverhalten dennoch nicht ablegen. Der Star ist ein Paradebeispiel dafür, wie Vögel Futterstellen geradezu „sinnvoll“ nur dann nutzen, wenn erforderlich: zum einen, wenn sie durch Nahrungsengpässe in Notlagen geraten, zum anderen bei besonders hohem Energiebedarf, wie während der Brutzeit. Sonst lassen Stare Futterplätze meist vollständig unbeachtet. Es besteht also keine Gefahr, den Vögeln durch Ganzjahresfütterung zu schaden. Es verhindert vielmehr, dass Vögel menschliche Nahrungsreste verzehren, die für sie völlig unpassend sind. Angemessene Zufütterung ist deshalb ein wesentlicher Beitrag zum Vogelschutz, insbesondere zum Erhalt und zum Teil sogar zum Wiederaufbau der Artenvielfalt unserer Vogelwelt.

Warum brauchen die Wildvögel unsere Unterstützung das ganze Jahr?

Die vom Winter geschwächten Vögel wie auch die heimkehrenden Zugvögel brauchen im Frühling viel Kraft
und Energie für den Nestbau und die Brutvorbereitung. Da ist eine unterstützende Fütterung sehr hilfreich. Dies gilt besonders für den Sommer, wenn die Vögel brüten, ihre Jungen groß ziehen und bis zu 18 Stunden pro Tag „auf den Flügeln sind“. Im Herbst ist eine angemessene Zufütterung zur Stärkung der abreisenden Zugvögel, der beheimateten Vögel und Jungtiere vor dem Winter sinnvoll. Ein artgerechtes Futter hilft den Vögeln, den hohen Energiebedarf zu decken.

Artgerechtes Futter – das A und O einer gesunden Ernährung der Wildvögel

Wer viele Vogelarten möglichst optimal füttern möchte, muss auf ein entsprechend vielfältiges Futterangebot achten. Denn Weich(futter)-, Körner- oder Beerenfresser ernähren sich unterschiedlich. Für ein ausgewogenes Futterangebot eignen sich unsere vier Grundmischungen Fettfutter, Mischfutter, Spezialfutter und Aufbaufutter hervorragend. Diese Mischungen sind bereits bestens auf die Bedürfnisse und Vorlieben der verschiedenen Vogelarten abgestimmt. Wer seine Gartenvögel während der Zeit des höchsten Energiebedarfs,
sprich während der Brut- und Aufzuchtzeit, mit einem höchst energiereichen Futter helfend unterstützen will, bietet am besten unser Aufbaufutter am Futterplatz mit an. Eine sinnvolle Ergänzung auch zur Verwendung anstelle eines Vogelhauses, sind die verschiedenen praktischen Futterspender, wie Vogelschmaus, und Knödelspender sowie Gourmetknödel und Gourmetstangen. Einzelfutter eignet sich prima zum Erweitern des Futterangebots bzw. zum gezielten Anlocken bestimmter Vogelarten.

Welzhofer Gourmet-Futter – für jede Jahreszeit bestens geeignet

Durch die vielfältigen Zutaten sind unsere Futtermischungen für jede Jahreszeit bestens geeignet. Alle unsere Produkte können prima miteinander vermischt und so auf jeden Bedarf abgestimmt werden.

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Frag den Böhm

Dürfen wir vorstellen? Stefan Böhm, Vogelexperte!

Die ganze Welzhofer-Familie freut sich über die Zusammenarbeit mit dem Diplom-Biologen, Artenschützer und Vogelfreund. Als 5-jähriger hat Stefan eine junge, verletzte Wacholderdrossel gefunden und gesund gepflegt. Seitdem schlägt sein Herz für die heimischen Vögel. Neben seiner Tätigkeit als Sachbuchautor und Herausgeber der Naturschutzzeitschrift „Spektiv“ ist er vor allem im Artenschutz aktiv.
Stefan Böhm ist der Welzhofer-Experte rund um Wildvögel, Artenvielfalt und Artenschutz.
Teilen Sie mit WELZHOFER Ihre Freude an Wildvögeln, Igeln und Eichhörnchen. Erzählen Sie uns von Ihren Beobachtungen und Erlebnissen. Stellen Sie Stefan Böhm Ihre Fragen.
Vogelexperte Böhm